Helikonie

Flamme im Topf

Sie wird von Fledermäusen und Kolibris befruchtet, während wir die leuchtenden, feurigen Hochblätter bestaunen. Die Blüten sehen aus wie „Hummerscheren” oder eben das, was man selbst glaubt darin zu erkennen. Außerdem erleichtern die kleinen Wasserreservoirs in den Blütenständen das Leben vieler Mücken und Frösche. Wenn Sie im Sommer im Garten oder auf dem Balkon sitzen, leistet Ihnen dieses tropische Mitglied der Ingwerartigen (Zingiberales) gerne Gesellschaft. Ein tolles Exemplar aus der Pflanzenwelt!

Heliconia - Pflanzenfreude.deCopyright: Lidewij Smeur

Farben und Formen

Sie sieht aus wie eine Kreuzung aus einer Indischen Rattanpalme, einer Strelitzie und einer Bananenpflanze. In der Natur kann die Pflanze fünf Meter hoch werden, aber bevor Sie ein Loch in Ihre Zimmerdecke schlagen: Im Zimmer wird die Pflanze nur etwa 30 cm hoch. Zwischen den stattlichen, sich lebhaft bewegenden Blättern wachsen die Hochblätter, die diese besondere Pflanze zu einem Highlight machen. Es gibt auffällige rote, runde und spitze Formen mit grünem und gelbem Schimmer. Zwischen den Hochblättern bilden sich kleine unauffällige, rote, orange, gelbe oder rosafarbene Blüten. Sie können sich zwischen aufrecht wachsenden und hängenden Blütenständen entscheiden.

Symbolik

Wenn Sie immer jung und schön bleiben wollen, müssen Sie sich eine Helikonie anschaffen. Sie können es natürlich auch gleich richtig anpacken und Ihr gesamtes Haus mit dieser Pflanze füllen. Sie ist nämlich nach dem griechischen Berg Helikon benannt, dem ursprünglichen Sitz der Musen. Diese Berg-Bewohnerinnen sind dafür bekannt immer knackig frisch, jung und schön zu bleiben. Heute wird der gesamte Gebirgszug, der in der griechischen Landschaft Böotien liegt, Helikongebirge genannt.

Herkunft

Die Helikonie stammt aus Mittel- und Südamerika und kommt auch auf einigen Inseln im Pazifischen Ozean vor. Sie wurde im Jahr 1786 zum ersten Mal beschrieben. Inzwischen wird die Pflanze mit der besonderen Ausstrahlung weltweit in den Tropen angepflanzt. Früher gehörte sie zur Familie der Bananengewächse, heute ist sie die einzige Gattung in der Familie der Helikoniengewächse. Es gibt allerdings rund 200 Arten, sie ist also nicht die einzige Vertreterin ihrer Familie!