Die Christrose

Die schönsten Blüten mitten im Winter

Wenn sich der ganze Garten im Winterschlaf befindet, zaubert uns die Christrose mit tiefgrünen Blättern und strahlenden Blüten ein breites Lächeln ins Gesicht.

 
Christrose Pflanzenfreude.de

Sie ist einfach spektakulär, diese Gartenpflanze, die im Winter mit wunderschönen schneeweißen Blüten blüht. Der botanische Name der Christrose lautet Helleborus niger. Von November bis März verwöhnt Sie die Pflanze mit ihren Knospen und großen, flachen Blüten, die, wenn sie sich öffnen, eine wunderschöne Krone in ihrem Herzen enthüllen. Die Blätter sind dunkelgrün, haben manchmal eine leicht graue Wachsschicht und fühlen sich etwas ledrig an. Schnee oder Frost machen der Christrose nichts aus. Obwohl die Pflanze bei Frost alles herabhängen lässt, richtet sie sich automatisch wieder auf, wenn die Temperaturen steigen. In der Zwischenzeit blüht die Christrose immer weiter, sowohl im Freiland als auch in Töpfen und Schalen. Sie ist wirklich hart im Nehmen!

Neben der weißen Version, bei der sich die Blüten im Frühjahr grüner färben, als würden sie sich bereits auf den Frühling freuen, gibt es auch Arten mit anderen Blütenfarben, wie Helleborus orientalis. Diese Gartenpflanze ist ebenfalls immergrün, mit Blüten in Weiß, Gelb, Apricot, Rosa, Dunkelviolett und mit gesprenkelter Blütenzeichnung.

Herkunft

In freier Natur wächst die Christrose in den bergigen Region Mittel- und Südeuropas und Kleinasiens. Die erste bekannte Erwähnung der Pflanze stammt von 1.400 v. Chr., als der Seher und Arzt Melampus über sie schrieb. Die Pflanze reiste mit Auswanderern in die Vereinigten Staaten, wo der Winterblüher als Symbol für Pioniere und das Überleben gilt.  

Wissenswertes

  • Der Name Helleborus stammt aus dem Griechischen „helein“ (töten) und „bora“ (Nahrung) und ist eine Warnung, dass die Pflanze giftig ist.

  • Gut zu wissen: Trotz der Bezeichnung Christrose gehört die Pflanze zur Familie der Ranunkelgewächse.

  • Der Legende nach, soll die erste Christrose in Bethlehem aus den Tränen eines armen Hirten hervorgegangen sein. Er hatte kein Geschenk für das Jesuskind und konnte so schließlich Blumen schenken.

  • Helleborus spielt im Volksglauben eine große Rolle. Im Mittelalter verstreuten die Menschen die Blüten auf den Böden ihrer Häuser, um böse Geister fernzuhalten. Sie segneten ihre Tiere mit Christrosen, glaubten aber gleichzeitig, dass Hexen die Pflanzen für ihre Bannflüche benutzen und Zauberer sich mit deren Hilfe unsichtbar machen könnten.