Top 5: Die Amaryllis in der Kunst

Von der Schönheit von Matisse und Mondrian bis zu Röntgenaufnahmen

Die Blüten der Amaryllis sind so schön, dass man kaum wegsehen kann. Es gibt Lieder über sie und auch auf Gemälden ist sie häufig zu sehen, denn sie hat viele Künstler und Fotografen inspiriert. Die schönsten Interpretationen dieser blühenden Zwiebelpflanze haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Rote Amaryllis: 80 Jahre Blütezeit

Georgia O' Keeffe ist eine der berühmtesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Blütengemälde lassen die Blumen stark vergrößert erscheinen. Auch wenn einige Kritiker ihre Bilder erotisch interpretierten, wies O' Keeffe diese Assoziationen immer entschieden von sich. Von ihren verschiedenen Amaryllismotiven ist diese Version von 1937 wohl am bekanntesten. 

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Röntgenaufnahme einer Amaryllisblüte

Fotografien bilden normalerweise das Äußere von Objekten ab, nicht so die Aufnahmen von George Taylor, Fotograf und Professor für Radiologie an der Harvard Medical School. Indem er Blumen- und Pflanzenaufnahmen mit einem Röntgerät anfertigt, gelingt es ihm ihre verborgene Schönheit einzufangen. „Auf diesen Aufnahmen ist die Fragilität und Verwundbarkeit der Pflanzen zu erkennen“, so Taylor. „Nichts bleibt verborgen. Es ist unglaublich, welche Strukturen sich erkennen lassen“.

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Avantgardistische Amaryllis    

Emil Nolde (1867-1956) zählt zu den führenden Impressionisten aus Deutschland. Niemand malte die Amaryllis so häufig, wie er. Oft in Kombination mit religiösen oder folkloristischen Symbolen. Auch wenn sein Werk durch seine Rohheit häufig einen avantgardistischen Touch aufwies, bildeten seine Amaryllis-Gemälde eine Ausnahme: er liebte diese Blumen. 

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Amaryllis + Mondriaan 

Piet Mondrian malte seine „Rote Amaryllis mit blauem Hintergrund“ im Jahre 1907, während seiner figurativen Phase. Dies ist eine der ersten Arbeiten, die er mit den dunkeln Primärfarben fertigte, die ihm ein Jahrzehnt später zum Durchbruch verhelfen sollten, dann allerdings mit abstrakt-geometrischen Gemälden. Diese Amaryllis befindet sich in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York.

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Matisse & Amaryllis

Die Form der Amaryllis passt perfekt zum Fauvismus. Dabei handelt sich um einen Stil, bei dem es weniger um korrekte Maßstäbe und die richtige Perspektive geht, als um die leuchtenden, ausdrucksstarken Farben. Matisse (1868-1954) gilt als Begründer dieses Stils. Dieses Gemälde stammt aus dem Jahr 1941, als er sich in der Nähe von Nizza aufhielt, um sich von einer schweren Operation zu erholen. Bei seinem Modell handelt es sich wahrscheinlich um seine Krankenschwester Monique Bourgeois.  

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