Mistelzweig

Zum Küssen schön!

Einmal im Jahr machen wir uns gezielt auf die Suche nach Misteln. Wahrscheinlich, weil der Mistelzweig die perfekte Ausrede liefert, einfach drauflos zu küssen. Aber es gibt noch viel mehr über diesen Strauch zu erzählen.

Mistelzweig Pflanzenfreude.de

Farben und Formen

Die Mistel (Viscum album) wurde früher in eine eigene Familie, die Familie der Mistelgewächse eingeordnet, heute zählt sie aber zur Familie der Sandelholzgewächse. Der immergrüne Strauch, der eine Kugelform bildet, kann bis zu einem halben Meter groß werden und hängt gerne an den Ästen der Bäume, aus denen er seine Nährstoffe bezieht. Gut zu wissen: Wenn du in einem Baum eine Mistel siehst, weißt du, dass der Boden kalkhaltig ist.

Symbolik

Die Mistel wurde volkstümlich auch als Donnerbesen, Druidenfuß oder Hexenkraut bezeichnet. Diese deutschen Bezeichnungen gehen auf die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten für die Mistel zurück, die die Mistel in früheren Zeiten hatte. So wurden die Zweige im Stall an den Dachbalken gehängt, um für Fruchtbarkeit beim Vieh zu sorgen und es vor Hexen zu schützen. Die Mistel wurde nach alter Tradition auch als Heilpflanze verwendet, und angeblich war das „Hexenkraut“ auch Bestandteil von Mixturen, die Kräuterfrauen oder auch Hexen zusammenbrauten. 

Herkunft

Die Mistel kommt in Europa, Nordwestafrika sowie West- und Zentralasien vor. Man findet sie vor allem in Gebieten mit kalkreichen Böden. Heutzutage werden Misteln auch erfolgreich angebaut.