Narzisse

Ein Hauch von Frühling mitten im Winter

Helles Weiß, Sonnengelb und fantastische Blütenkelche: Narzissen sind die strahlenden Stars unter den ersten Frühlingsboten.

Die Narzisse – Pflanzenfreude.de

FARBE UND WUCHS

Keine andere Pflanze holt den Frühling so schnell ins Haus, wie die Narzisse. Aus der Blumenzwiebel sprießen grüne Blätter und glatte Stiele mit schmalen braunen Knospen hervor, die sich öffnen und zu großartigen Trompetenblüten entfalten. Die Pflanze sorgt sofort für Frühlingstimmung, da sie im Haus schnell zur Blüte kommt. Sie ist die ideale Zwiebelpflanze im Topf, um dem Zuhause schnell und effektiv zu schmücken, wenn es draußen noch kalt und winterlich ist. Die Knospen blühen rasch auf und wenn es still genug ist, kann man sie sogar beim Öffnen rascheln hören.

SYMBOLIK

Die Narzisse ist nach Narziss, dem eitlen Jäger aus der griechischen Mythologie, benannt. Dieser war so in sein eigenes Abbild verliebt, das er in einer Quelle erblickte, dass er schließlich in diese hineinfiel und ertrank. Weil Narzissen immer ein wenig nach unten blicken, erinnern sie an den ertrunkenen Jäger. Die Pflanze ist auch Nationalsymbol von Wales. Im frühen Mittelalter trugen die dortigen Soldaten Lauch an ihren Mützen, um sich von ihren Gegnern zu unterscheiden. Da die Narzisse aber ein wesentlich hübscherer Anblick ist als Lauch, wurde dieser im Laufe der Zeit durch die blütende Schönheit ersetzt. In der walisischen Sprache ähneln sich auch die Wörter „Cenhinen“ für Lauch und „Cenhinen Pedr“ für Osterglocke bzw. Narzisse. Dabei ist es natürlich hilfreich, dass die Pflanze in Wales auch in freier Natur wächst und reiche Blütenteppiche bildet.

HERKUNFT

Gefüllt, einfarbig oder gefleckt, mit großen gelben Glocken oder kleinen weiße Blüten: Es gibt etwa 88 verschiedene Narzissenarten, die alle von der wilden Narzisse abstammen, die aus den nördlichen Breiten unseres Planeten stammt. Die heute bekannten Arten haben sich zumeist über Spanien und Portugal nach Nordeuropa ausgebreitet. Einige Arten überzeugen außerdem mit einem wunderbaren Duft. Urkundlich wurden sie vermutlich erstmals 1662 in der Nähe des niederländischen Ortes Zwolle erwähnt.