Smart Gardening

Innovative Tools unterstützen bei der Pflanzenpflege im Garten

Vom Smartphone bis zum Fitness-Armband – digitale Hilfsmittel sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch für den Garten stehen inzwischen eine Reihe digitaler Hilfsmittel bereit. Unter dem Stichwort "smart Gardening" bieten sie eine automatisierbare Unterstützung für das klassische Gartenhandwerk. 

Daten sammeln und auswerten

Edyn smart gardening App
Bisher war Gartenarbeit immer ein Stück weit Glückssache gepaart mit vielen Erfahrungswerten. Das muss nicht mehr so sein! In Gartenbeeten installierte smarte Sensoren können Lichteinstrahlung, Temperatur, Bodenfeuchtigkeit und die Nährstoffe im Boden messen und an zugehörige Apps schicken. Manche Geräte auf dem Markt können jeweils einzelne dieser Messungen vornehmen, andere bieten einen größeren Daten-Umfang und funktionieren als Klima-Labor im Westentaschenformat. Die zugehörigen Apps werten die gesammelten Daten aus und geben daraufhin eine Empfehlung für die optimale Bewässerung oder Düngung an den Gärtner. Klima-Schwankungen und Veränderungen des Bodens können mit diesen smarten Tools frühzeitig erkannt und behoben werden, so dass die Pflanzen im Garten stets optimal versorgt sind.  

Wetterstationen bieten eine andere Art der Informations-Sammlung. Sie liefern eine Prognose des Wetters und bieten die Chance, frühzeitig auf wechselnde Wetterlagen zu reagieren. Der Lieferumfang besteht meist aus mehreren Modulen: für den Innenraum, den Außeneinsatz und teils noch mit extra Messgeräten für Windgeschwindigkeit und Niederschlagsmenge. Einmal im Garten und auf dem Balkon installiert helfen die Instrumente dem Hobby- und Profigärtner dabei, abzuschätzen, wann es nötig ist, zu gießen, und wann Verlass auf die Natur ist, die die Pflanzen mit Regenwasser versorgt. Auch extreme Hitzetage oder starker Niederschlag bis Hagel, der den Pflanzen schadet, können vorausgesagt werden und der Gärtner kann entsprechend reagieren. 

Wer einen Schritt weiter gehen möchte, kann die Bewässerung automatisieren und dem Gießkannenschleppen Adé sagen. Per App lassen sich moderne Wassersprinkler programmieren, so dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt automatisch ihren Dienst verrichten. In Kombination mit den Boden-Sensoren wird eine optimale Wasserversorgung je nach Wetter und Zustand des Bodens sichergestellt. Diese kombinierten Systeme werten die Daten aus und wässern je nach Bedarf. Die Gefahr von vertrockneten oder überfluteten Stauden und Beeten sinkt damit dramatisch. 

Zugegeben: Konservative Gärtnerherzen könnten sich durch die smarten Hilfsmittel ihres Handwerks entzaubert fühlen. Eine automatisierte Bewässerung und die Warnung vor zu starker Sonneneinstrahlung technisiert vermeintlich das Gärtnern. Was aber bleibt, ist mehr Zeit für die Gestaltung und für die Ästhetik des Gartens. Exakte Werte bieten die Möglichkeit, die Bedürfnisse der Pflanzen besser zu verstehen und eine gute Versorgung zu garantieren. 

Flinke Helfer fürs Mähen

Gardena Mähroboter

Es gibt Gartenarbeiten, die Spaß machen, und welche die eher in die Kategorie notwendiges Übel fallen. Bei einer Gartentätigkeit ist die Zuweisung in gemocht oder ungeliebt doch recht einfach: Rasenmähen. Es treibt nicht nur die meisten Gärtner, sondern oftmals auch die Nachbarn in die Verzweiflung. Aber dank dem technologischen Fortschritt kann die Rasenpflege inzwischen getrost kleinen Mährobotern überlassen werden.

Sie funktionieren eigentlich genauso wie ihre Indoor-Verwandten, nur dass sie eben nicht staubsaugen, sondern mähen. Vollautomatisch fahren sie über den Rasen, mähen emsig jeden Winkel und weichen dabei geschickt Hindernissen aus. Die Mähzeiten lassen sich per App einstellen und mit vorhandenen Rasensprinklern abstimmen. Die teuersten Geräte schaffen bis zu 1.000 Quadratmeter Rasenfläche. Eine kleine Hilfe des Gärtners hat die Technik aber noch nötig: Die meisten Mähroboter brauchen Drähte als Flächenmarkierung, die vor dem Ersteinsatz auf oder unter der Erde verlegt werden, um die Begrenzung des Grundstücks zu markieren. Einmal eingerichtet sind die Mähroboter täglich unterwegs, um wirklich jede Ecke zu erwischen. Da die smarten Helfer recht leise sind, stört es aber nicht weiter, wenn sie ihre Runden drehen.

Spot(light) on 

Auch für die passende Gartenbeleuchtung gibt es innovative Lösungen, die das Leben einen Tick einfacher machen. Automatisierbare Lampen oder Lichterketten, die sich per App ansteuern lassen, schaffen zu jedem Anlass das passende Ambiente. Die meisten dieser smarten Lichtquellen sind stufenlos dimmbar und wechseln mit einem einfachen Klick die Lichtfarbe. Ob als Umrahmung um die Terrasse gelegt oder in das schönste Beet gesteckt, in Bäumen als Strahler oder als versteckte Lichtquelle für die Lieblingsblumen, stehen verschiedene technische Varianten bereit. Einige der smarten Beleuchtungssysteme müssen nicht mal ans Stromnetz angeschlossen werden, da sie sich über integrierte Solarzellen speisen. Für andere ist zwar noch ein Netzanschluss nötig, dafür sind sie über WLAN verbunden und können bequem über eine App angesteuert werden. 

Fazit

So individuell wie die heimischen Anforderungen sind, für viele von ihnen gibt es mittlerweile smarte Lösungen. Smarte Gartensysteme bieten die Möglichkeit, mit vergleichsweise wenig Aufwand das Maximum aus Garten-, Balkon- oder Terrassenpflanzen und Blumen herauszuholen und sie entspannt zurückgelehnt in vollen Zügen zu genießen.

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