Essbare Blüten aus dem eigenen Garten

Überraschend schmackhaft

Beeren, Kräuter, Kartoffeln und andere Nutzpflanzen machen sich hervorragend in unseren Gärten, aber auch andere Bewohner, von denen Sie es vielleicht gar nicht erwarten, sind schmackhaft und gesund. Die Sonnenblume macht es vor – ihre Kerne sind geröstet oder pur ein Genuss zu jedem Salat. Aber wussten Sie, dass auch andere, vermeintlich nur dekorative Blüten, hervorragend schmecken? 

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Gartensaison mit essbaren Blüten

Die ganze Saison bringt der heimische Garten essbare Blüten hervor, die sich als gewisses Extra hervorragend in Speisen verarbeiten lassen. Im Frühling bieten sich zum Beispiel das blaue Duftveilchen und Schlüsselblumen an, aber auch die Blüten von Kissenprimeln und Gänseblümchen sind empfehlenswert. Im Frühsommer folgen Begonien, Rosen, Pfingstrosen, Klatschmohn, Duftnelken, Pelargonien und Stockrosen. Weiter geht es mit den würzig schmeckenden Kräuterblüten, Indianernessel, Lavendel, Phlox, Kapuzinerkresse und Ringelblume, gefolgt von Sonnenblumen, Astern, Dahlien und Chrysanthemen im Herbst. Getrocknet können Sie die Blüten auch im Winter zum Kochen verwenden und so haben essbare Blüten eigentlich das ganze Jahr Saison. Schöne Rezepte finden Sie zum Beispiel auch in unserer Food-Kategorie.

Auswahl und Pflege

Fast alle Blüten sind essbar, damit dieses kulinarische Ereignis aber ein schönes bleibt sollten Sie ein paar Dinge in der Pflege und Zubereitung beachten. So sollten Sie nur Blüten von Pflanzen essen, bei denen Sie sich zu 100% sicher sind, dass diese auch genießbar sind. Eine Liste mit essbaren Blüten gibt es zum Beispiel hier

Generell gilt: Die zum Verspeisen bestimmten Pflanzen dürfen nicht mit Chemikalien und Pflanzenschutzmitteln behandelt worden sein. Der beste Weg zu gesunden, essbaren Pflanzen ist der Anbau im eigenen Garten nach ökologischen Grundsätzen. Es gibt viele natürliche Dünger- und Schutzmittel, die Sie ohne Bedenken verwenden können, wie beispielsweise eine Tinktur mit Lavendel gegen Ameisen, Blattläuse oder Flöhe.Lavendel in den Farben der Provence - Pflanzenfreude.de

Positive Nebenwirkungen

Neben der dekorativen Erscheinung und dem besonderen Geschmack haben viele Blüten sehr positive Nebenwirkungen, zum Beispiel: 

  • Rose – als Tee, äußerlich angewendet wirkt Rosentee gegen hartnäckige Wunden und leichte Verbrennungen. 
  • Kapuzinerkresse – Blüten und Blätter enthalten viele Vitamine und ihre Senfglykoside, die den scharfen Geschmack verursachen, wirken wie ein natürliches Antibiotikum.
  • Gänseblümchen – wirkt blutreinigend und die Blüten, Blätter und Wurzeln werden zur Leberreinigung, bei Hautleiden und gegen Rheuma eingesetzt. 
  • Holunder – die sind Blüten stark entzündungshemmend und haben eine antibiotische Wirkung, darüber hinaus wirkt der Holunder schleimlösend, fiebersenkend, harntreibend, antirheumatisch und ist östrogenhaltig. 

Entzückende Bellis im Fokus - Pflanzenfreude.de

Wir danken Frau Martina Göldner-Kabitzsch von der "Von Blythen Manufaktur" für die Zusammenarbeit und ausführlichen Informationen zu diesem Thema. Copyright Bild 1 und 2 © www.de.von-blythen.com