Kapuzinerkresse

Würzige Blütenpracht

Zu schön zum Essen? Die Kapuzinerkresse sieht bezaubernd aus, darf aber gerne verspeist werden. Eine vielseitige Gartenpflanze, die dekorativ, nützlich und lecker ist. 

Nasturtium Thejoyofplants.co.ukCopyright: Stella de Smit via Unsplash

Farben und Formen

Die Kapuzinerkresse (botanisch: Tropaeolum) ist eine einjährige Pflanze mit trichterförmigen Blüten in Orange, Gelb und Rot. Die Blumen, Blätter und Samen der Pflanze sind essbar. Für einen leicht würzigen Geschmack empfehlen sich die Blüten, während die Blätter etwas schärfer und pfeffriger sind. Am intensivsten schmecken die unreifen, grünen Samen – sie sind würzig wie ein starker Rettich. Zum geschmacklichen Aspekt gesellt sich noch der gesundheitliche Vorteil, denn die Kapuzinerkresse ist reich an Vitamin C. Außerdem hat man die Wahl bei der Wuchsform: Tropaeolum majus ist groß und kletternd, Tropaeolum minus ist etwas kompakter und passt daher perfekt in einen Topf auf dem Balkon.

Herkunft

Kapuzinerkresse kommt ursprünglich aus Argentinien, Peru und Bolivien. Die Inkas nutzten die Pflanze bereits wegen ihrer medizinischen Eigenschaften. Im 17. Jahrhundert brachten Seeleute die Pflanze dann nach Europa.

Wissenswertes

  • Die Kapuzinerkresse eignet sich sehr gut als Begleitpflanze für Kohl. Bienen, Blattläuse und Raupen werden von ihr angezogen. 
  • Der schwedische Naturforscher Linnaeus taufte die Pflanze Tropaeolum nach dem griechischen Wort tropaion (Trophäe). Er fand, die glatten, graugrünen Blätter ähnelten den Schilden, die von den Griechen nach einer Schlacht als Trophäe an einen Baum gehängt wurden.
  • Wegen der stark antiseptischen, antiviralen und antimykotischen Wirkung der enthaltenen Senföle wurde Kapuzinerkresse 2013 offiziell als Heilpflanze deklariert. Sie wird u.a. in homöopathischen Arzneimitteln verwendet.