Aster

Leuchtende Sterne vom Spätsommer bis weit in den Herbst

Eine botanische Beauty mit Durchhaltevermögen: Die Aster blüht immer weiter, wenn für andere Gartenblumen die Saison bereits vorbei ist und zwar bis spät in den Herbst. 

Die Aster hat die Ausstrahlung einer Wildpflanze mit allen Qualitäten einer Kulturpflanze: kräftiger, langanhaltender Blütenflor mit außergewöhnlichen Blüten. Sie ist eine aufrecht wachsende Schönheit mit langen schmalen, grünen Blättern. Die wunderschönen Blüten entwickeln sich an der Spitze der Stängel. Es gibt sie an allen Lila-Nuancen mit gelbem Herzen, aber auch in Weiß und in leuchtendem Rosa. Und das mit Stern- und Stängelformen, die einfach märchenhaft sind. Astern sind Herbstblumen der Kategorie „Es gibt etwas fürs Geld”. Das bedeutet, dass die Pflanze nicht nur eine reiche Blütenpracht zu bieten hat, sondern auch bemerkenswert viel Grün.     

Krautige Blühpflanze  

Das volle grüne Blattwerk macht deutlich, dass es sich bei der Aster eine um eine krautige Pflanze handelt, die auf der Nordhalbkugel heimisch ist. In den Niederlanden und in Belgien kommt Sie vor allem an der Küste und in sumpfigen Schilfgürteln vor.  Es gibt ungefähr 180 Arten in der freien Natur und mehr als 600 verschiedene Sorten. Unter den blühenden Pflanzen sind sie echte Stars, da sie Ausgezeichnetes leisten, auch unter Umständen, die nicht ideal sind. Die Blumen sind sogar in der Lage, die ersten leichten Nachtfröste unbeschadet zu überstehen.   

Gutes Timing 

Die späte Blüte der Aster ist ein Hinweis auf einen Überlebensinstinkt und eine strategische Einsicht. Wenn die konkurrierende Nachbarpflanze schwächer wird und abstirbt, kann die Pflanze mehr Sonnenlicht einfangen. Auch stürzen sich Insekten massenhaft auf die Pflanze, um eine kleine Mahlzeit einzunehmen, weil sie einzige ist, die noch blüht. Dabei ist die gegenseitige Bestäubung mehr als gut geregelt. Es ist nicht selten, dass man um die Aster herum einen begierigen Schmetterling, Hummeln und ein paar Bienen zu sehen bekommt, alle auf der Suche, nach dem letzten bisschen Nektar.    

Königliche Farben 

Die Aster ist eine beliebte Rabattenpflanze, aber sie sieht ebenso gut in Töpfen und Kästen aus. Für einen modernen Look kontrastiert die opulente Blüte gut mit schlichtem und  strengem Grau. Wer die krautige Wildheit der Pflanze unterstreichen möchte, entscheidet sich für eine Basis aus unbehandeltem Holz. Wer sich hingegen mehr Fröhlichkeit für die Terrasse und den Balkon wünscht, stellt die Aster in einen Topf mit einer hochglänzenden Glasur, so dass sich die Blumen darin widerspiegeln. Spektakulär wirken lilafarbene Astern mit einem Hintergrund aus rotem Wilden Wein oder den sich verfärbenden Blättern von Laubbäumen.       

Wissenswertes Aster 

● Astern locken Bienen, Hummeln und Schmetterlinge in den Garten und verhelfen Ihnen zu einem Mini-Biotop.  

● Der Name Aster stammt von dem altgriechischen Wort „astér”, das „Stern“ bedeutet und auf die Form der Blüte hinweist.  

● Der ungarische Aufstand 1918 ging als Asternrevolution in die Geschichte ein, da die Demonstranten in Budapest die Blumen in großer Zahl mit sich trugen.

● Die Aster ist die Blume, die zu einem 20. Hochzeitstag, der Porzellan-Hochzeit, gehört.

● Die Germanen glaubten, dass der Geruch, der entsteht, wenn man verwelkte Asternblätter verbrennt, giftige Schlangen und böse Geister vor dem Winter verjagt.

● In der modernen Blumensprache steht die Aster für Liebe und Geduld. 

● Astern gehören zu den ersten blühenden Pflanzen, die in Gärten kultiviert wurden.