Deine eigene Farn-Familie

Eine süße Idee zum Muttertag: Der Farn-Kindergarten mit Brutknöllchen

Bei den meisten Pflanzen läuft die Vermehrung über die Blüten ab. Aber bei den Farnen sind die Bienen arbeitslos. Denn Farn hat keine Blüten! Glücklicherweise gibt es aber auch noch andere Wege, die Welt zu erobern. Einige Gattungen bilden dazu kleine Brutknöllchen: So wächst der Nachwuchs als kleine Kugel auf der Unterseite der Farnwedel. Kein kugeliger Bauch, sondern kleine Knollen auf den Blättern. Da macht es natürlich Spaß, sich am Muttertag mit der Mama oder den eigenen Kindern an die Farn-Vermehrung zu wagen.

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Sporen, Teilung und Wurzelstecklinge

Der Farn ist eine echte Familien-Pflanze: Es gibt 40.000 Arten. Bei den meisten Varianten entwickeln sich Sporen an der Unterseite des Farnwedels. Wenn diese Sporen reif sind, öffnet sich die Schutzmembran. Dann versuchen die Sporen auf dem Boden einen geeigneten Ort zu finden, an dem eine neue Pflanze keimen kann. Man kann eine Farn-Familie auch durch Teilen der Pflanzen vergrößern oder bei großen Farnen durch das Stecken von Wurzelteilen. Der Frühling ist die perfekte Zeit dafür.

Besondere Knollen

Einige Farn-Varianten pflanzen sich jedoch mit Hilfe von Brutknollen fort. Dabei handelt es sich um Gewebeausbuchtungen auf dem Blatt, so dass auf der eigenen Haut neue Pflanzen heranwachsen können. Manchmal zu Dutzenden. Bei Kettenfarnen werden die Knollen größer und größer, bis die Wedel so schwer werden, dass sie sich nach unten biegen. Wenn die Brutknollen den Boden erreichen, können sich Miniwurzeln bilden, die sich am Boden verankern, und dann kann eine neue kleine Pflanze ihr eigenständiges Leben beginnen. Beim Perlfarn fallen die Brutknollen, wenn sie groß genug sind, vom Blatt ab und nisten sich an einem neuen Standort ein. Dann hat die Elternpflanze gute Arbeit geleistet.

Hilfe bei der Fortpflanzung

Man kann natürlich warten, bis die Brutknolle groß genug ist und ihren eigenen Weg findet, man könnte aber auch ein wenig nachhelfen:

  • Dazu vorsichtig einen Wedel mit den reifen Brutknollen abtrennen.
  • Einen Behälter mit feuchter Aussaaterde, gemischt mit Torf füllen (letzterer sorgt dafür, dass der Boden locker bleibt, kein Unkraut wächst und mehr Wasser aufgenommen wird).
  • Den Farnwedel vorsichtig auflegen und auf der Substratmischung mit Klammern feststecken.
  • Den Behälter an einen hellen, warmen Ort stellen und dafür sorgen, dass der Boden feucht bleibt.
  • Langsam bilden sich dann Wurzeln und kleine Blätter an den Knollen. Wenn die Wurzeln kräftig genug sind, um die Pflanze in der Erde zu halten, die Kugeln vom Farnwedel ablösen. Aber mit Vorsicht... Es geht hier schließlich um Babies.
  • Du kannst die Brutknolle mit der kleinen Pflanze jetzt in einen Topf setzen oder den Mini-Farn im Garten einpflanzen.

Innerhalb kürzester Zeit hast du so deinen ganz eigenen Kindergarten!